Wie kann ich mit alten desorientierten Menschen ein Gespräch führen?

Was brauche ich alles dafür, was muss ich bedenken und berücksichtigen?

Gibt es einen Unterschied zwischen Demenz und Desorientierung oder Verwirrtheit?

Warum verhalten sich alte verwirrte Menschen so komisch, werden aggressiv oder weinen häufig? Was kann ich tun?

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Ein Fallbeispiel

Eine 86-jährige Frau lebt alleine in ihrem Haus und bekommt regelmäßig Besuch von ihrer ältesten Tochter. Die anderen Kindern kommen sporadisch. Die Tochter, die regelmäßig kommt, bemerkt, dass ihre Mutter bei alltäglichen Verrichtungen Schwierigkeiten hat. Wenn sie ihr helfen möchte, lehnt die Mutter die Hilfe vehement ab. Kommt eines ihrer anderen Kinder, die seltener zu Besuch sind, empfängt die alte Dame dieses ganz normal und lässt sich auch von ihm helfen.

Warum ist das so? Mag sie die erstgeborene Tochter weniger? Ist das fair? Wo doch die anderen Kinder viel seltener zu Besuch kommen?

Dies ist eine typische Verhaltensweise einer alten Person, die beginnt kognitiv abzubauen. In der Validation nach Naomi Feil wissen wir über diese Verhaltensweisen Bescheid. 

Ablehnung und Uneinsichtigkeit, Beschuldigungen, nicht nachvollziehbares Verhalten.

Das sind die ersten Anzeichen dafür, dass die alte Person überfordert ist und Menschen in ihrem Umfeld braucht, die sich einfühlsam und verständnisvoll um sie kümmern. 

Tadel, Richtigstellungen und Einsicht zu erwarten sind hier nicht angesagt.
Das führt nur zu Konflikten und Unzufriedenheit beider Beziehungspartner und zu keiner Lösung.

"Vertrauen schafft Sicherheit.
Sicherheit schafft Stärke.
Stärke stellt das Selbstwertgefühl wieder her.
Selbstwertgefühl verringert Stress."
Naomi Feil

Meine Schulungen richten sich an alle Menschen, die mit demenzkranken Menschen regelmäßig in Kontakt sind.

Vor allem Personengruppen, die im sozialen Feld arbeiten, sollten sich hier weiterbilden, um  ihre Arbeit auch längerfristig betrachtet in einer befriedigenden Art und Weise machen zu können. Die Schulungsinhalte werden vorwiegend in Bezug auf Menschen im hohen Alter, die mangelhaft orientiert oder zeitlich verwirrt sind, entwickelt.

Schulungen für:

Pflegende Angehörige

Meine Schwiegermutter tut nichts mehr selber. Ich koche für sie das beste Essen, aber es schmeckt ihr nicht.

Mein Vater weiß nicht mehr, wer ich bin. Er fordert vehement die Autoschlüssel, obwohl er schon seit Jahren nicht mehr selbstständig fährt.

Meine Mutter ist zu allen nett, aber bei mir zeigt sie ihr wahres Gesicht. Sie ist unzufrieden, schimpft über die anderen und ist garstig.

Mein Schwiegervater redet die ganze Zeit von früher und wenn ich ihn frage, was er heute gegessen hat, weiß er es nicht.

Als Angehöriger ist man hier sehr gefordert, wenn nicht sogar überfordert: Was kann ich tun? Wer kann helfen? Wo bekomme ich Hilfe?

Ich als Validationstrainerin und Anwenderin kann Ihnen helfen, die Brücke zu schlagen, neue Kraft zu schöpfen und sich selbst und dem verwirrten Angehörigen neue Lebensenergie schenken.

Infoveranstaltung: 1,5h; Kosten: 10,- Euro

Einführungskurs: 8h; Kosten: 150,- Euro

Grundkurs: 16h; Kosten: 290,- Euro

Termine und Schulungsort werden bei Ihrer Kontaktaufnahme vereinbart.

Schulungen für:

Personen in Gesund­heits- und Pflege­berufen

Frau M. ist mir gegenüber die meiste Zeit mürrisch, aber gegenüber meiner Kollegin superfreundlich. Ich gebe ich mir solche Mühe, damit sie endlich einmal zufrieden ist. Es macht wirklich keine Freude zu ihr zu gehen und sie bei der Körperhygiene zu unterstützen.

Herr P. klopft den ganzen Tag mit der Handfläche auf den Tisch. Das stört nicht nur mich, sondern auch die anderen Bewohner im Tagesraum, sodass mir nichts anderes übrigbleibt, als ihn wieder in sein Zimmer zu bringen. Ich würde wirklich gerne wissen, warum er das tut.
 

Die Frau von Herrn S. ist so ungut zu ihrem alten verwirrten Mann. Ich weiß, dass sie es als Angehörige nicht leicht hat das mitanzusehen, wie ihr Mann immer mehr und mehr abbaut und sich zurückzieht. Wenn ich nur wüsste, wie ich der Angehörigen erklären kann, dass er dement ist und gar nichts dafür kann, wenn er nicht einsichtig ist.

Personen in Gesundheits- und Pflegeberufen kennen solche Situationen nur zu gut. Was kann ich tun? Wer kann helfen? Wo bekomme ich Hilfe?

Ich als Validationstrainerin und Anwenderin kann Ihnen helfen, die Brücke zu schlagen, neue Kraft zu schöpfen und sich selbst und dem verwirrten Angehörigen neue Lebensenergie schenken.

Infoveranstaltung: 1,5h; Kosten: 10,- Euro

Einführungskurs: 8h; Kosten: 150,- Euro

Grundkurs: 16h; Kosten: 290,- Euro

Aufbautage – Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis: In der Beobachterrolle wird in der Praxis das bisher erlernte Wissen vertieft. Kosten und Dauer werden vorab schriftlich vereinbart. Voraussetzung für die Teilnahme an den Aufbautagen ist die 16-stündigen Grundschulung.

Praxisbegleitung und Supervision: für Pflegeinstitutionen. Die MitarbeiterInnen, die sich ein Grundwissen in der Validation angeeignet haben, werden im Pflegealltag von mir begleitet. Jede Situation kann so deeskaliert werden bzw. durch ein Nachgespräch bzw. Feedback näher betrachtet werden. 

Termine und Schulungsort werden bei Ihrer Kontaktaufnahme vereinbart.

Schulungen für:

Personen­betreuer

Sie können schon wieder gehen, ich brauche keine Hilfe, ich habe mein Leben lang alles alleine gemacht, also mache ich das weiterhin! 
 

Ist der Ofen eingeheizt? Was gibt’s zu essen? Ich war heute schon duschen, nein ich muss nicht auf die Toilette, mir geht’s gut ich brauche nichts, ich mag nichts trinken,…

Stundenweise Betreuung kann oftmals sehr herausfordernd sein, wenn der alte Mensch sie ablehnt, nur da liegt und zu sonst nichts zu motivieren ist, sich die Aussagen ständig wiederholen, oft sekündlich.

Aufgrund der häufig nicht deutschsprechenden PersonenbetreuerInnen wird hier doppelsprachig unterrichtet. Auf Wunsch auch mit Dolmetscher (Rumänisch, Slowakisch, Kroatisch, Ungarisch) 

Infoveranstaltung: 1,5h; Kosten: 10,- Euro

Einführungskurs: 8h; Kosten: 150,- Euro

Grundkurs: 16h; Kosten: 290,- Euro

Termine und Schulungsort werden bei Ihrer Kontaktaufnahme vereinbart.

Schulungen für:

Besuchs­dienste

Sie besuchen sehr gerne alte Menschen, um mit ihnen zu reden und schenken gerne qualitative Zeit?

Dann melden Sie sich bei mir, ich kann sie informieren, wie Sie auch mit alten, verwirrten bzw. demenziell Erkrankten ins Gespräch kommen können.

Beispiel: Was kann ich tun, wenn die alte Person meinen Besuch verweigert und mich wieder wegschickt. Sie gehen mit dem alten Herrn spazieren und er erzählt Ihnen, wo sein Elternhaus ist. Er redet von seiner Mutter, die in seiner Wirklichkeit ja noch lebt. Was können Sie hier sagen ohne zu lügen und ohne ihn zu verletzen?

Schulungen für:

Ehrenamt / Begleit­dienst / Nachbar­schaftshilfe

Die Dame, der ich einmal im Monat ihre Medikamente liefere, behauptet, ich hätte sie bestohlen. Es ist ein Witz, da will man etwas Gutes tun und dann wird man als Dieb beschuldigt. Manchmal kann ich das gut wegstecken, aber ein anderes Mal frage ich mich, ob sie meine Hilfe eigentlich verdient hat.

Mein Nachbar, den ich schon seit Jahrzehnten kenne, hat sich total verändert. Er redet immer dasselbe und es ist mühsam ihm zuzuhören. Eigentlich gehe ich ihm aus dem Weg, weil es mich traurig macht, wie es um ihm steht.  

Das Bedeutsamste für einen demenziell erkrankten alten Menschen ist Vertrauen. Wenn wir lügen, verletzen wir das Vertrauen. Menschen spüren außerdem auf irgendeiner Ebene ganz genau, wenn etwas nicht der Wahrheit entspricht. Vor allem ein demenziell erkrankter alter Mensch besitzt die Fähigkeit der inneren Weisheit – er spürt daher ganz genau, was stimmt und was nicht. Ohne Vertrauen ist keine Beziehung möglich!

Schulungen für:

Dienstleister­Innen

(Friseur, Supermarkt, Angestellte im öffentlichen Dienst)

Sie haben Kunden, die sehr alt sind und teilweise bizarre Verhaltensweisen zeigen? Und Sie fragen sich, was da wohl dahintersteckt? Sie sehen, dass die alte Dame bei der Kassa vollkommen überfordert ist und wenn Sie ihr helfen wollen, lehnt sie diese Hilfe ab, die anderen Leute an der Kassa verdrehen die Augen und sie bekommen innerlichen Stress, versuchen aber höflich zu bleiben? Das kostet Nerven!

Alle Menschen, die öfters mit alten „verwirrten“ Menschen zu tun haben und sich gerne Wissen über die Verhaltensweisen alter Menschen aneignen wollen, profitieren von der Kommunikationsmethode nach Naomi Feil.

Mit der Validation werden verbale und nonverbale Kommunikationsmöglichkeiten erlernt, die Ihnen bodenständiges Wissen zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung vermittelt.

Infoveranstaltung: 1,5h; Kosten: 15,- Euro

Einführungskurs: 8h; Kosten: 150,- Euro

Grundkurs: 16h; Kosten: 290,- Euro

Kursdetails

Infoveranstaltung

Die Infoveranstaltung richtet sich an alle, die das Thema „Alt werden“ interessiert und soll dazu dienen, die Verhaltensveränderung im Hohen Alter zu erklären und auch bekannt zu machen.

Der Vortrag wird mit vielen theoretischen aber auch praktischen Anregungen präsentiert. Fragen der TeilnehmerInnen werden aufgegriffen und behandelt.

  • Wer sind die alten, desorientierten Menschen?
  • Was bedeutet Demenz im Kontext mit der Validationsmethode nach Naomi Feil?
  • Was geht in der sehr alten Person vor, wenn sie vergesslich wird?
  • Woran erkenne ich, dass sie/er kognitiv abbaut und wie kann es sich im Verhalten zeigen?
  • Wie lernt man Aussagen nicht persönlich zu nehmen, wenn eine alte desorientierte Person jemanden beschimpft oder auch körperliche Androhungen macht?
  • Wie kann ich helfen?
  • Was bedeutet „gesundes Altern“ aus Sicht der Validation?
  • Offene Fragen

Dauer: 1,5 h

Einführungskurs

Der Einführungskurs richtet sich an alle, die sich mit dem Thema Verhaltensveränderungen im hohen Alter auseinandersetzen wollen und enthält praktische Tipps, wie wir künftig besser mit dem Thema Demenz umgehen können.

  • Warum ist die Methode Validation nach Naomi Feil wirkungsvoll und was sind ihre Ansätze?
  • Was bringt das Verhalten von Menschen mit Demenz mit sich?
  • Die Bedeutung von Gefühlen und Bedürfnissen allgemein und speziell auf die ältere Generation gerichtet
  • Hilfreiche, praktische Tipps, wie es möglich wird, mit einem desorientierten alten Menschen in Beziehung zu treten und auch zu bleiben
  • Wie mit einer validierenden Grundhaltung „Win Win“ Situationen entstehen können

Dauer: 8 h

Grundkurs

Grundkurse werden auf die Teilnehmer abgestimmt. Ich orientiere mich an den Bedürfnissen und Themen der Teilnehmer. So wie Naomi Feil die Methode Validation anhand der alten Menschen erlernt und entwickelt hat, versuche auch ich die Interessierten dort abzuholen, wo sie sind.

Was SIE sich mitnehmen werden: Verständnis für alte desorientierte Menschen. Die eigene Grundhaltung reflektiert zu erkennen. Was Mitgefühl wirklich bedeutet. Anregungen für das eigene Altern.

Inhalte der Grundschulung:

  • 30 Jahre Entwicklung der Methode Validation von Naomi Feil – Weiterentwicklung
  • Was sind die Validation-Prinzipien und die Grundhaltung
  • Empathie /Echtheit /„Im-Jetzt-sein“- ein langer Prozess
  • Zur Gegenüberstellung: „Was nicht funktioniert“-Erfahrungen aus der Praxis
  • Das Bedürfnis nach Validation, was bedeutet Aufarbeitung (Erik Erikson/Naomi Feil)
  • Einblick gewinnen in die Welt desorientierter alter Menschen. Was steht hinter einem Verhalten?
  • Symbole verstehen – der Schlüssel zur inneren Welt desorientierter alter Menschen
  • Bewusst machen, dass man durch Validation zu Sicherheit und mehr Leichtigkeit im Umgang mit desorientierten alten Menschen kommt
  • Verbale und nonverbale Techniken der Validation (Beispiele aus der Praxis)
  • Klärung, wem nutzt Validation /Zielgruppenfrage
  • Ziele von Validation /Was können wir von Validation erwarten

Dauer: 16 h

Teilnehmergrenze: 15 Personen

Aufbautage

Die Voraussetzung für die Teilnahme an den Aufbautagen ist die Teilnahme am 16-stündigen Grundkurs. Der Inhalt bezieht sich auf das beim Grundkurs erlernte Wissen.

In der Beobachterrolle wird das bisher erlernte Wissen in der Praxis vertieft. Es handelt sich um eine Kombination zwischen erlernten theoretischen Inhalten und der Reflexion der praktischen Beobachtung.

Inhalte und Ziele:

  • Validation – Reflexion der Praxis
  • Was gelingt, was gelingt „noch“ gar nicht….
  • Beantwortung offener Fragen
  • Verständnis und ein stressfreierer Umgang werden weiterentwickelt
  • Gewinnen von mehr Sicherheit und Leichtigkeit in der Praxis
  • Die Inhalte vom VA Grundkurs werden vertieft und mit passenden Übungen und in Rollenspielen sowie Praxisbeispielen aus der Gruppe erweitert
  • Praxisübungen auf den Stationen
  • Möglichkeit für Validation-Fachsupervision im Bezug auf Verhaltensweisen, die im Praxisalltag belasten
  • Validation in der Pflegedokumentation 
  • Tipps für Umgang mit Angehörigen – wie kann ein Miteinander gut gelingen

Praxisbegleitung und Supervision

Besprechung von Beispielen aus der Praxis

  • Vertiefung von Validationstechniken
  • Beantwortung offener Fragen
  • Korrektur bemerkter „Fehler“
  • Praxis/Übungen
  • Praxisbeispiele aus der Gruppe
  • Supervision für das Team
InfoveranstaltungDraßmarkt